Psychoanalytische Kunstbetrachtung hat eine lange, bis auf Freud zurückreichende Tradition. Dabei hat sich die Frage nach einem psychoanalytischen Herangehen an Kunst grundsätzlich geändert, weg von einer entfesselten und z. T. übergriffigen Deutung von vermeintlich dargestellter Symbolik oder gar biografischer Details der Künstlerpersönlichkeit hin zu einer Formanalyse, die genau betrachtet und daraus emotionale Befindlichkeiten erschließt, analog der psychoanalytischen Methode: von der Oberfläche zur Tiefe. Weil es dazu kunstgeschichtlicher Expertise bedarf, organisiert das MPI ein- bis zweimal im Jahr den Besuch einer aktuellen Ausstellung in einem Museum der näheren Umgebung unter kunstgeschichtlicher Führung, zu der Mitglieder und Freunde eingeladen werden.

Kontakt: Dipl.-Psych. Christoph Lohmeier-Zenz